. . . und durch knorrige Eichen.

 

15. Etappe, Dienstag, 2. April

Tajostausee – Grimaldo

20 km

Eine unruhige Nacht liegt hinter mir. Der Schlafsaal war wohl ein bisschen zu gross für mich alleine. Erst nach langem lesen der Routenbeschreibung und einem Roman von Stevenson bin ich gegen zwei Uhr eingeschlafen. Aber nur bis halb sieben. Ich warte eine Weile, alles ist still. Um sieben stehe ich auf, mache mir Kaffee und ziehe dann gegen acht Uhr los. Angel ist schon weg und Nico steht erst auf. Gleich zu Beginn der Etappe geht es bergwärts und dann flankiert von Zäunen ebenen Wegs. In der Ferne sehe ich das Dorf Cañaveral. Endlos scheint mir der Weg bis ich endlich dort ankomme. Ich mache ein paar Bilder vom Storch und seinen Jungen, die im Horst auf dem Kirchturm leben. Dann fülle ich meine Vorräte auf, trinke einen Kaffee in der Bar und weiter geht es durch eine knorpelige Korkeichenlandschaft und Weidengatter bis zur Abzweigung zur Herberge in Grimaldo. In diesem kleinen Örtchen treffe ich Angel, der von der Herberge nicht gerade begeistert ist. Er schliesst sich mir an um im Hostal Posada nach einem Zimmer zu fragen. Dort gibt es drei Doppelzimmer. Ich wähle das Gelbe aus. Angel das Blaue und für Nico, der später dazu kommt, bleibt das Rote. Klar kostet es mehr, aber dafür bekommt man ein schönes, sauberes Zimmer und kann die Küche benutzen. Cesar, der symphatische Besitzer, erklärt uns lang und breit die nächsten zwei Etappen. Jetzt noch schnell in die Bar um etwas zu essen bevor sie um sechzehn Uhr schliesst. Menue del Dia: Salat, zwei Koteletten mit Pommes, Wasser, Wein und Kaffee für zehn Euro. Ich kann nicht alles essen. Die nette Wirtin packt mir Fleisch und Brot in eine Plastikdose als Wegzehrung für morgen. Später in der Bar neben der Herberge kann ich verfolgen wie sich diese füllt. Viele sind die langen vierzig Kilometer von Casar de Cáceres bis hierher gelaufen.

Hostal la Posada de Grimaldo, sehr gut, 30 Euro

 

Schöner Weg nach Canaveral . . .