Die Kathedrale von Sevilla.

 

 

Der erste Hinweis auf die Via de la Plata.

 

 

Endlich wieder auf dem Camino.

 

 

VIA DE LA PLATA 2019, 1. TEIL

Montag,18. März 2019. Flug von Zürich nach Sevilla.

 

Dies ist das erste Mal, dass ich mit dem Flugzeug zu meinem Pilgerweg reise, weil der Preis und die Reisedauer allzu verlockend sind. Gegen ein Uhr mittags bin ich in Sevilla und suche als erstes meine im Voraus gebuchte Unterkunft. Dies dauert eine Weile, weil die Pension Vergara in einer verwinkelten Gasse liegt und nicht einmal die Einheimischen wissen wo diese Adresse zu finden ist. Dafür ist mir jetzt die Gegend um die Kathedrale herum sehr vertraut. Für meine Verhältnisse ist das Wetter ziemlich warm. Viele Leute spazieren in Winterjacken, andere in kurzen Hosen und T-Shirts umher.

Pension Vergara, für eine Nacht okay, 34 Euro

 

1. Tag, Dienstag, 19. März

Sevilla – Guillena

22 km

Ich bin sehr erstaunt, dass ich erst um halb acht erwache. Schnell mache ich mich bereit für meine erste Etappe. Ich habe mich gestern schon schlau gemacht wie ich aus der Stadt komme, bin aber trotzdem überrascht wie schnell ich im Triana Quartier bin. Von hier aus ist der Weg gut ausgeschildert. Ich mache Halt in einer Bar um einen Kaffee zu trinken und ein Croissant zu essen. Dieses ist so riesig, dass ich die Hälfte für später einpacke. Der Wirt ist sehr neugierig und will wissen woher ich komme und ob ich alleine laufe. Er informiert mich darüber, dass schon Pilger vorbeigekommen seien. Ich sei also nicht alleine. Hat er wohl Mitleid mit mir einsamer Pilgerin? Kurze Zeit später holt mich ein Pilger (Jürgen) aus Frankfurt ein. Wir gehen eine kurze Weile zusammen. Dann kommt ein zweiter Pilger, der aus Pamplona stammt, daher. Sind da wohl viele auf dem Weg? Vorsichtshalber habe ich ja die erste Übernachtung gebucht. Ich will keinen Stress auf der ersten Etappe. Ich muss schauen wie es mit meinem linken Knie geht. Vor neun Monaten musste ich mir eine Prothese einsetzen lassen. Ich habe zwar ein gutes Gefühl, weiss aber noch nicht wie sich das Gewicht des Rucksacks auswirkt. Heute herrscht geniales Wanderwetter. Die Sonne scheint, der Wind weht durch meine Haare, ich bin an der frischen Luft und friere nicht. Zufrieden mit meinem ersten Pilgertag komme ich im Hostal-Bar Frances an. Zum Abendessen wähle ich gemischten Salat und Merluzzo mit Frites.

Hostal-Bar Frances, gut, demi-Pension, 30 Euro