Steiler Anstieg durch diese schroffe Gebirgswelt.

 

Abendessen mit meinen Leidensgenossinnen, Gabriel und Dominique.

 

5. Tag, Montag, 9. Mai

Saint-Guilhem-le-Désert - Saint-Jean-de-Blaquiere

26 km

Dominique und Gabriel jammern, sie hätten nicht gut geschlafen weil die Gäste länger als angekündigt gefeiert hätten. Ich kann mal wieder mit meinen „Buchons d`Oreilles“ trumpfen. Nun aber ist fertig lustig. Der Weg führt steil hoch hinauf über den Cirque de l`Infernet. Mir wird manchmal schwindlig wenn ich hinab ins Tal schaue. Ganz oben angelangt wird es immer nebliger. Darum gibt es leider keine Aussicht auf die Pyrenäen. Ich will heute alleine laufen. Dominique ist ja sehr lustig und nett, aber leider ein bisschen schwatzhaft. Alles verläuft gut bis im Dorf Arboras der Weg unauffindbar bleibt. Ich treffe zwei Frauen, die auch auf der Suche sind. Wir finden heraus, dass vor zehn Tagen der GR verlegt wurde. Der Grundeigentümer hat gewechselt und der Neue will keine Pilger auf seinem Boden. Die Route führt nun über einen Pass, statt ebenen Wegs. Unterwegs treffe ich noch weitere Pilger, die stöhnen. Ich gehe bis zum Rochers des Vierges und stelle fest, dass keine Markierungen mehr angebracht wurden. Total verunsichert gehe ich weiter und treffe wieder auf die zwei Frauen, die am Wegesrand sitzen und wütend über den neuen Grundeigentümer sind, der uns das eingebrockt hat. Zusammen studieren wir die Karte und entschliessen uns den schwierigen, steilen aber kürzesten Weg nach Blaquiere zu nehmen. Als wir am Ziel eintreffen sind wir total geschafft, können aber auch sofort wieder lachen. Dominique hat für mich reserviert und ich kann gleich mein Bett beziehen. Wir sind vierzehn Pilger in dieser Gîte und können bei schönem Wetter draussen zu Abend essen.

Gîte Communale, gut, 12 Euro