Reisfeldern entlang durch die Camarque.

 

 

 

 

 

 

 

Hospitalero Pascal und ich in der blitzblanken Küche.

 

VIA TOLOSANA (CHEMIN D`ARLES) 2011, 1. TEIL

Mittwoch, 4. Mai 2011, Anreise von Bern via Genf, Lyon nach Arles.

Wie jedesmal vor dem Start bin ich mit sehr gemischten Gefühlen unterwegs. Für mich beginnt ein neues Abenteuer auf der südlichen Route.

Übernachtung im Hotel Acacias, sauber und nett. 60 Euro.

 

1.Tag, Donnerstag, 5. Mai

Arles – Saint-Gilles-du–Gard

20 km

Voller Elan mache ich mich auf zur ersten Etappe. Kurz geht es der Rhone entlang, dann über die Brücke und nach kurzem Nachfragen bin ich auch schon raus aus der Stadt. Nun geht es ziemlich ebenen Weges durch die Camarque. Was man da alles zu sehen bekommt, wenn man zu Fuss unterwegs ist! Ich sehe wie aus einem Ferienprospekt entstiegen, weisse Pferde, schwarze Stiere, Silberreiher und viele Vögel. Ich laufe an unzähligen Reisfeldern entlang, begegne einem Paar, das mir entgegenkommt. Sie wandern dieselbe Route nur in umgekehrter Richtung. Nämlich Toulouse-Arlés. Der Rucksack, noch ungewohnt, wiegt schwer auf meinen Hüften und das rechte Knie beginnt mir Sorgen zu bereiten. Dieser Meniskus will doch nicht etwa jetzt blöd tun! In Saint-Gilles angekommen, erwartet mich Hospitalero Pascal in der Herberge Maison du Pélerin. Er hat geputzt und alles ist schön sauber. Dank meinem Pilgerausweis erhalte ich Zutritt zu der Katakombe des Heiligen Aegidius (im französischen nennt man ihn Saint Gilles). Dieser heilige Eremit war im Mittelalter sehr beliebt. Wallfahrten zu seinem Grab waren fast so populär wie nach Santiago. Nach einem kurzen Rundgang durch den Ort verspüre ich nicht wirkliche Lust auswärts zu essen und koche mir darum in der Herberge Spaghetti. Während ich esse trifft ein Pilgerpaar von der Coté d Azur ein.

Gîte Communale, gross, sauber, 10 Euro.