sWunderschöner Weg durch einen Laubwald.

 

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Das Denkmal von Héctor Berlioz in Côte-St. André, seinem Geburtsort.

 

7. Tag, 9. April 2006

LE PIN – LA CÔTE-ST-ANDRÉ

30 km

Ich hatte gut geschlafen und nach dem Morgenessen, so gegen neun Uhr, bin ich wiederum losmarschiert. Für einmal ging der Weg ziemlich eben, das war gut so. Trotzdem war ich ziemlich müde als ich in Côte-St.-André ankam. Immerhin hatte ich 30 Kilometer zurückgelegt.

Unterwegs hatte ich eine Frau getroffen, die mir viel Glück wünschte und sagte, dass sie mich in Gedanken begleiten werde. Kurz danach fragte mich ein Mann, ob ich bis nach Compostelle gehe. Ich sagte oui, si j`arrive. Er lachte und fand es offensichtlich witzig, dass man so etwas überhaupt machen kann.Sonst war die Strecke ziemlich unspektakulär.

Bin in einem Hotel, das eigentlich bis auf die Bar geschlossen war, angekommen. Eine alte Frau war da am Fernsehgucken. Ich erklärte ihr, dass ich bei ihnen ein Zimmer reserviert hätte. Sie wurde richtig wütend und fluchte über ihren Sohn, der ihr nicht gesagt hatte, dass jemand kommt. Sie machte mir ein Zimmer zurecht und sagte, falls ihr Sohn nicht aufkreuzen sollte, würde sie mir etwas kochen. Ich war skeptisch, wie das enden würde, da das Hotel nicht gerade vertrauenswürdig aussah.

Der Sohn tauchte dann doch noch auf und hatte mir ein super z’Nacht zubereitet. Obwohl ich alleine war, hatte er gekocht als wären wir vier Personen. Seine Mutter erklärte, dass er dies immer so mache, er könne eben nur grosse Portionen kochen. Zur Vorspeise gab es Tofu in Tomatensauce, dann Kartoffelgratin, Erbsen und Poulet. Zum Dessert noch einen Weisskäse. Ich war so voll gestopft, dass ich mir noch einen Schnaps zum verdauen genehmigte - einen Chartreuse, der war sehr gut.

Als ich im Bett lag und meinen Guide studierte, wurde mir bewusst, dass ich schon zwei Depardemente durchquert hatte. Durch Haut-Savoie, und Savoie. Jetzt bin ich im Departement Isère.