Typisches Baskenhaus.
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It's a long Way.

 

    Am Abend vor der Gîte: Ganz rechts der Oesterreicher und daneben unser     Zimmergenosse.

 

 

   Fast jeder Ort hat einen Fronton
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43 Tag, 15. Mai 2006

AROUE  -  OSTABAT-ASME

24 km

Der zweitletzte Tag war einfach genial. Ich wollte eigentlich noch einmal alleine laufen und freute mich schon darauf. Aber Gabriel und André warteten unten auf der Strasse auf mich. Gabriel benahm sich schon so, als sei er für mich verantwortlich. Er fragte zum Beispiel: „Alice, hast du dein Handy? Hast du dein Portemonnaie? Hast du die Kamera“? Diese "Bemutterung" belustigte mich, nach all den Wochen, in denen ich für mich alleine gesorgt hatte.
So machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Uns standen zwei Wege zur Auswahl. Wir entschieden uns für die längere, anspruchsvollere aber auch viel schönere Route. Dies erwies sich als eine gute Entscheidung. Der Weg führte uns hoch hinauf. Hier hatte man eine wunderschöne Weitsicht. Dieses Baskenland ist einfach super!
Ich sagte meinen Begleitern, dass es hier fast wie bei mir im Emmental aussehe. Die zwei lachten mich aus. Aber es stimmte wirklich. 
Ich finde die Namen der Orte sehr schön. Die baskischen Ortsbezeichnungen sind jetzt alle in Klammern angefügt. Alles scheint aufgeräumt und sauber. Die typischen Häuser, mit den rotbraun angestrichenen Balken und Türen, und natürlich in jedem Ort einen „Fronton“. Dies ist eine hohe Mauer, die für das Spiel „Pelota“ benutzt wird. Dabei wird ein Ball mit einem Stock gegen die Mauer geschlagen. Ähnlich wie beim Squash.
Heute trafen wir den ersten baskischen Hirtenhund an. Mit meinen beiden Begleitern verbrachte ich einen lustigen Tag. Ich freute mich darüber, dass ich in diesen paar Wochen recht viele Fortschritte in meinem Französisch gemacht hatte. Ich konnte sogar ein paar Witze erzählen. Und die zwei hatten mich verstanden! Wir lachten viel.
Gabriel und André gingen weiter in eine andere Gîte und ich traf wieder mit den Schwestern zusammen, die die kürzere Variante genommen hatten. Im Dorf las ich noch einen Österreicher auf, der keinen Platz gefunden hatte. Ein anderer junger, vergammelter Typ, stand auch noch vor der Tür. Den hatten wir dann in unserem Zimmer. Colette warnte ihn, er dürfe nur zu uns kommen, wenn er nicht schnarchte. Das hat leider nichts genützt. Colette hat immer wieder Psst! gerufen, und als ich einmal aufstehen musste befahl ich ihm laut „tourner!“ Colette musste lachen wie verrückt. Der war so laut, dass ich meine Ohrenstöppsel benutzen musste. Am anderen Morgen, als wir ihm dies schilderten, wehrte er sich und gab prompt zurück, ich hätte auch geschnarcht.

 

 

 

 

 

 

 

 

   Nicht alle Hunde waren so freundlich, wie dieser Baske.