Die schneebedeckten Berge der Picos de Europa.

 

Warten vor der Albergue.

 

12. Tag, Montag, 2. Mai

Santilla del Mar – Cobreces - Comillas

23 km

Jeder Tag bringt neue Eindrücke. Wir wandern auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die schneebedeckten Berge der Picos de Europa. Wunderschön! Mi-Jo und ich amüsieren uns über Colette und ihren Rucksack, der ihr immer schräg am Rücken hängt. Sie will unser Gespött gar nicht hören und fängt an zu singen „ca fait rire les oiseaux ca fait chanter les abeilles“. Diesen Ohrwurm haben wir nun den ganzen Tag als Begleitung. Gut gelaunt erreichen wir viel zu früh die noch geschlossene Herberge. Vor der Türe liegen schön in einer Reihe vier Rucksäcke. Nun kommen unsere drei dazu. Eine Pilgerin aus Paris, die nach uns kommt, stellt ihren Rucksack zuvorderst hin. Wir sagen unisono „der Reihe nach“. Am Schluss stehen zirka zwanzig Rucksäcke in Reih und Glied und warten bis man sie hineintragen kann. Diese Albergue war früher ein Gefängnis. Es gibt zwei Schlafräume. Wir sind im ersten Stock. Unten im Sechsbett-Zimmer sind nur Männer. Unter anderen drei Irländer mit ihrem Vater. Wir haben diese heute ein paar Mal gesehen – immer in einer Bar am Essen und Trinken. Auch Comillas ist ein hübscher Ort um zu geniessen, an der Sonne zu sitzen und etwas zu essen. Um zehn Uhr ist Bettruhe. Mitten in der Nacht muss ich meiner spanischen Bettnachbarin bedeuten, dass sie endlich ihr hell leuchtendes Handy ausschalte soll.

Einfache Albergue, 5 Euro