Windgeschützter Picknickplatz zwischen Felsen am Strand.

 

 

 

 

 

 

Erster Blick au Santander.

 

10. Tag, Samstag, 30 April

San Miguel de Meruela – Galizano - Somo – Santander

25 km

Huch ist das kalt heute Morgen. Richtig frostig. Ich trage alle Kleider, die ich habe am Körper. Ich friere wohl, auch weil ich wegen der Husterei der Italienerin und wegen meinem schmerzenden Knie kaum geschlafen habe. Bald sind diese Widrigkeiten vergessen und ich kann mich an einem spektakulären Küstenweg erfreuen. Ich muss den Regenponcho ausziehen, weil er sich aufbläst wie ein Ballon und mich fast von der Piste fegt. Es wimmelt von Surfern, die unterwegs sind um die grossen Wellen zu nutzen. Ich schlottere noch mehr, wenn ich sehe wie sie in das kalte Wasser rennen. In Somo, wir sind genau in der Mitte der langen Brücke nach Pedrena, geraten wir in einen heftigen Regenschauer und sind innert Sekunden durchnässt. In Pedrena wollen wir mit dem Boot nach Santander übersetzen. Wir erfahren, dass wir schon in Somo, also noch vor der Brücke, in das Boot hätten einsteigen können. Die Strapazen auf der Brücke wären uns erspart geblieben. Zum Glück ist der Spuk bald vorbei, die Sonne lässt die Welt wieder erstrahlen und unsere Kleider trocknen. In Santander stärken wir uns in einer Pinchos-Bar (Tapas) und suchen dann die private Herberge von Isabel. Zwei Pilger aus dem Wallis schlafen auch hier. Santander, die Hauptstadt Kantabriens, gefällt mir ausserordentlich gut ich fühle mich sofort wohl in dieser Stadt. Wir besuchen die Kathedrale wo wir einen Stempel in unsere Pilgerpässe bekommen. Am Abend gehen wir wieder essen. Für dreizehn Euro bekommen wir einen grossen gemischten Salat, Ragout mit Pommes, Dessert, Wein und Wasser. Ich staune immer wieder über die günstigen Preise.

Sehr gute, private Pilgerpension Isabel, 13 Euro