Wieder in Ribadesella.

 

Aufbruch im Morgenlicht entlang dem Strand.

 

Wieder auf dem richtigen Weg.

 

CAMINO DEL NORTE   2.TEIL, 2017

Mittwoch 19. April. Anreise von Basel im TGV via Paris nach Irun.

Schon in Paris lerne ich den ersten Pilger kennen: Toni aus England. Wir verkürzen uns die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges mit Kaffeetrinken. Toni will auf den Camino Portugues. Er fährt, wie ich, bis nach Irun. Dort sehen wir uns wieder. Er ist im Schlepptau einer jungen Pilgerin aus Deutschland und will so schnell wie möglich in die Herberge. Ich hingegen habe mir im Voraus ein Zimmer in der Pension Bowling reserviert.

Pension Bowling, sehr gut, 30 Euro

 

Donnerstag 20. April

Weiterreise im Bus nach Ribadesella

Gemütlich schlendere ich zum Bahnhof, wo ich auf meinen Bus nach Ribadesella warte. Dieser fährt erst um elf Uhr. Ich treffe auf einen Franzosen, der durch die Picos de Europa nach Logroño will. Bald ist es soweit und der Bus setzt sich in Bewegung. Die Fahrt entlang der Strecke, die ich letztes Jahr gewandert bin, ist kurzweilig und eindrücklich. Gut sechs Stunden später bin ich wieder in Ribadesella, wo mich ein blauer Himmel und ein starker kühler Wind begrüsst. Ich habe ein Zimmer im Hotel Verdemar gebucht, weil ich im Internet gelesen hatte, dass die Herberge ausgebucht sei. In einer Bar nebenan treffe ich Pilger, die mich an ihren Tisch einladen um mit ihnen zu essen. Die Herberge sei überhaupt nicht ausgebucht, es hätte noch genügend Platz.

Hotel Verdemar, sehr gut, 50 Euro

 

 

16. Tag, Freitag, 21. April

Ribadesella – Colunga

20 km

Es gibt erst um neun Uhr Frühstück, darum verlasse ich mit leerem Magen das Hotel. Erst geht es dem Strand entlang, dann links nach San Pedro. Ich treffe gezählte zwölf Pilger. Alle scheinen mit sich selber beschäftigt zu sein. Nur an Weggabelungen entsteht jeweils ein kurzes Gespräch. In Colunga quartiere ich mich nach kurzer Suche im Hotel Las Vegas ein. Ich habe viel Zeit und setze mich in ein Café gleich neben der Kirche. Viele gut gekleidete Leute und ein reichgeschmückter Leichenwagen, mit Fenster zum Reinschauen, bewegen sich der Kirche zu. Die Glocken der Kirche spielen eine Trauermelodie. Es ist erst fünf Uhr und ich bekomme langsam Hunger. Die Sonne scheint, es ist warm genug um draussen zu essen. Ich bestelle Spiegeleier, Chorizo, Pommes und Salat.

Hotel, sehr symphatisch Wirtin, 28 Euro