Nach Riabdeo kehre ich dem Meer endgültig den Rücken.

 

 

 

Regenpause in einer Bar.

 

25. Tag, Sonntag, 30. April

Ribadeo – Vilanova de Lourenza

28 km

Leider regnet es und es ist ziemlich frisch. In der Bar nebenan frühstücke ich. Der Regen macht heftigen Windböen Platz, gerade als es durch die Wälder geht. Das Rauschen und tosen tönt richtig unheimlich. Ich bin froh aus dem Wald zu treten und durch eine grüne, einsame Landschaft zu wandern. Auf einer Bank, bei einer alten Schule, mache ich Pause. Dieter, Georg und der junge Hamburger ziehen an mir vorbei. Ich sehe sie alle wieder in der Bar in Vilamartin Grande. Alle haben sich hier versammelt, weil heftiger Regen herunterprasselt. Als es aufhört zu regnen mache ich mich schnell auf den Weg. Doch schon bald kommt es noch heftiger. Jetzt peitscht mir der Regen frontal ins Gesicht. Heil, aber nass, komme ich in der Pilgerherberge an. Diese hat nur noch ein Bett frei. Ich lasse meinen Rucksack hier und mache mich auf die Suche nach einer anderen Unterkunft und finde eine sehr gute private Herberge im Dorf. Diese gefällt mir viel besser. Ich teile ein Zimmer mit der Holländerin. Sie will morgen zusammen mit einer Polin ein Taxi bestellen um zwei Etappen zu überspringen. Die Polin würde sonst das Flugzeug in Santiago verpassen. Ob ich auch mitkomme und mit ihnen das Taxi teile? Ich werde es mir überlegen. Eigentlich ist das eine gute Idee. Ich finde es nicht mehr so toll. Viele neue laute Pilger sind jetzt kurz vor Santiago in den Unterkünften, die Wetterprognosen sind sehr schlecht, mein Knie schmerzt und dazu hatte ich sowieso vor, nur bis Baamonde zu gehen. Denn in Kürze mündet der Camino del Norte in den Hauptweg nach Santiago, den ich ja schon begangen habe. Mal schauen was morgen ist.

Herberge, im Zentrum, gut, 10 Euro