Morgenstimmung mit Nebel

 

Stilleben meiner Rast am Mittag

 

Streching mit meinen neuen Freunden: Marie-Jo, Colette, ich und ein Pilger aus Cannes (von links).

 

 

 

17. Tag. 19. April 2006

SAINT-PRIVAT-D`ALLIER - LE FALZET

30 km

Also, heute war ein genialer Tag nach dem gestrigen Schock. Ich hatte schlecht geschlafen, weil die anderen Frauen das Fenster ständig schlossen, da sie fanden es sei viel zu kalt. Ich erstickte fast.

Ohne Frühstück machte ich mich am Morgen auf die Socken, nur um wieder alleine zu sein. Ich traf nur Noel, den Typen aus Limousin. Wir sprachen ein paar Worte und schon war er wieder weg. Der war mir sympathisch. Das mag ich.

Die Gegend war super schön. Zwar sehr anstrengend. Zuerst ein langer Abstieg und dann ein noch längerer Aufstieg. Aber einmal oben, ging es wieder über eine wunderschöne Hochebene. Das Wetter war sehr warm, trotz der Höhe von 1300 Metern. Alles hat heute gestimmt.

Müde in der Gîte de Paysanne angekommen, sassen da schon Noel, ein Mann aus Cannes und zwei Schwestern aus dem Norden Frankreichs. Ich glaube sie heissen Colette und Marie-Jo. Wir verbrachten einen super tollen Abend zusammen. Noel sagte mir, dass man gleich sehe, dass ich einen guten Laufrhytmus hätte. Ich bin ja auch schon lange unterwegs.

Da wir bei der Gîte keinen Natelempfang hatten, mussten wir ziemlich weit eine Weide hinaufsteigen, bis es klappte. Da hiess es dann: „Ich muss noch schnell in die Telefonkabine hinauf“. Vor dem Einschlafen dachte ich an die schnatternden Franzosen, die nach dieser happigen Etappe sicher schrecklichen Muskelkater haben. Auf jeden Fall sah ich vorerst keinen von ihnen mehr.

 

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Landschaft der Margeride