Ein wunderschöner Tag.

 

Meister Adebar nistet auf einem Dach.

 

36. Tag, Samstag, 4. Mai

Ruesta – Sangüesa

23 km

Nun geht es an einem Jakobsbrunnen und drei zirka 1000 Jahre alten Eichen vorbei, bevor der Weg in Serpentinen mehr als 300 Höhenmeter hinaufführt. Als Lohn erhält man einen fantastischen Blick hinüber nach Navarra. Fast noch anstrengender als der Aufstieg ist nun das Bergabgehen auf einer Römerstrasse. Durch flaches Getreidegebiet überquere ich die Provinz Aragon nach Navarra. Die Sonne scheint, die Blumen (Coquelicots, Margeriten usw.) blühen. Ein wunderschöner Tag. Einziger Minuspunkt, schmerzender Zeh. Ich bin ziemlich früh in der Herberge, die mit ihren sechzehn Betten schon fast belegt ist. Mit einem Italiener führe ich ein interessantes Gespräch. Er habe in Turin viele Kurse in Geschichte besucht um dieses Wissen dann selber weiter zu geben. Sein Mitpilger sei Pfarrer und sein Cousin. Sie sind stolz auf ihren Dialekt und zelebrieren ihr Aosta Patois oft und gerne. Ein junger Mann aus dem Allgäu, den ich schon in Jaca traf, sehe ich hier wieder. Er hat den Weg über San Juan de la Pena genommen. Hier gibt es eine Küche, also koche ich wieder einmal Spaghetti.

Albergue de Peregrinos, gut, 5 Euro