Arco de Caparra.

 

17. Etappe, Donnerstag, 4. April

Galisteo – Caparra (Hostal Asturias, Jarilla)

30 km

Man sollte wirklich nicht im Dunkeln weggehen. Ich mache den dummen Fehler eine falsche Etappe in meinem Reiseführer aufzuschlagen. Darum irre ich eine halbe Stunde umher und suche die beschriebene Piste, bis mir mein Fehlgriff auffällt. Dabei muss ich mich heute sputen, weil ich spätestens um 16 Uhr beim Arco de Caparra sein muss. Dort soll ich vom Wirt des Hostals, das zirka zehn Kilometer abseits des Camino liegt, abgeholt werden. Nach 16 Uhr sei dies nicht mehr möglich. Endlich auf dem Weg, schnüre ich die ersten elf Kilometer der Strasse entlang ab. In Carcaboso esse ich mein Frühstück, bevor mich die Route zirka drei Kilometer einem Wasserkanal entlang führt. Wie ich bergauf wandere, sehe ich am Boden ein Handy liegen. Ich wähle die letzte Nummer und gleich darauf ruft mich die erleichterte Besitzerin des Phones an. Wir vereinbaren, dass wir uns beim Arco de Caparra treffen. Weiter verläuft der Pilgerpfad nun durch eine traumhafte Gegend. Dehesas, alte knorrige Eichen und Olivenbäume. Ich laufe durch Kuhherden und singe das alte Volkslied „Gang rüef de Bruune, gang rüef de gääle. . .“ Alle Kühe heben ihre Köpfe und schauen mich verwundert an. Bald hole ich eine Gruppe Pilger ein, darunter die Frau mit dem verlorenen Handy. Um halb vier erreiche ich Caparra. Dort lerne ich Annike und Hélene, zwei Französinnen kennen. Zusammen warten wir auf den Taxidienst. Der Wirt des Hostal Asturia holt uns persönlich ab. Er erklärt uns auf der Fahrt den Verlauf der weiteren Route. Ich habe ein kleines, nettes Zimmerchen mit Heizung und Fernseher. Am Abend esse ich gemeinsam mit Annike, Hélene und Nico, der das Asturia per Pedes erreichte, zu Abend. Menu del Dia 10 Euro.

Hostal Asturias, symphatisch, sehr gut, 17 Euro

 

Feines Abendessen im Hostal Asturias.